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Anke Soria, geb. Thöner, aus Herbrechtingen in Fernández, Argentinien Zwei neue Projekte dank Corona-Lockdown

So, das sind die Neuigkeiten aus Soria‘s Alltag in Argentinien. Wir wünschen allen gesegnete Weihnachten und ein wunderschönes und gesegnetes Jahr 2022.
So, das sind die Neuigkeiten aus Soria‘s Alltag in Argentinien. Wir wünschen allen gesegnete Weihnachten und ein wunderschönes und gesegnetes Jahr 2022.

Zwei neue Projekte dank Corona-Lockdown ich bin Anke Soria, geborene Thöner. Seit September 2009 lebe ich mit meinem argentinischen Mann Jose und meinen drei Kindern Ricardo, Luis und Kathalina in Fernández im Nordwesten Argentiniens.

In den vergangenen Jahren haben wir einige Projekte ausprobiert, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen, doch in einem politisch und wirtschaftlich gebeutelten Land ist Beständigkeit sehr schwer in die Realität umzusetzen.

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Flexibilität ist gefragt: seit beinahe zehn Jahren betreiben wir nun ein Schülertransport-Unternehmen. Einen Tür-zu-Tür-Service. Für Schüler aus sozial schwachen Familien und Wohngebieten weit außerhalb unserer Stadt haben wir die Möglichkeit geschaffen, diesen Service in Anspruch nehmen zu können.

Durch die großartige Unterstützung mit Spenden über unseren deutschen Unterstützerverein igkarilu-schulbus-fernandeze-v.jimdofree.com können wir diesen Familien einen vergünstigten Fahrpreis anbieten und ihre Kinder regelmäßig und sicher in die Schule schicken.

Doch Corona hatte auch uns in Argentinien sieben Monate lang im harten Lockdown fest im Griff. Nur eine Person pro Haushalt durfte im Zeitraum von 8 bis 14 Uhr einkaufen. Dann hörte man das Martinshorn wieder in den Straßen, das Zeichen, dass alle Bürger in ihre Häuser mussten. Zu Beginn war das alles sehr schön und neu. Doch dann begann die große Langeweile und das „Nichtstun“.  
  

Wir begannen zusammen zu kochen und zu backen: Brotbacken, schwäbische Brezeln, Apfelstrudel, Schneckennudeln,... Doch bei so viel Essen mussten wir uns auch bewegen. Zum Glück haben wir einen großen Garten und machten jeden Abend um 18 Uhr ein Familien-Sportprogramm.

Unser Schulbus war angesichts der Ausgangssperre und Homeschooling selbstverständlich auch nicht im Einsatz. Darum mussten wir wieder mal kreativ werden, da unsere Haupteinnahmequelle stillstand und eröffneten darum nach drei Monaten Vollquarantäne einen Tierfutterhandel. Ein total neues Gebiet – aber wer will und muss – der kann und lernt. Und da es dabei nicht bleiben konnte, setzten wir ein weiteres Projekt in die Tat um: therapeutisches Reiten und Reitunterricht. Für uns alle Neuland, aber wunderschön.

Mit Kathalina begannen wir, als freiwillige Begleiter in der nächstgrößeren Stadt am therapeutischem Reiten teilzunehmen. Seit Oktober haben wir nun begonnen, selbst Kinder mit verschiedensten Behinderungen anzunehmen.

Da ich selbst Sozialpädagogin bin, entdecke ich in den Therapiestunden, wie wertvoll und bereichernd diese Begegnungen zwischen Kindern und Pferden sind. Ein wunderschönes Projekt mit unbeschreiblich schönen Momenten. Mich macht es glücklich, den Kindern und auch ihren Eltern diese Momente bereiten zu dürfen.

Mail: ankesoria@gmail.com
  

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