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Mario Brüssel aus Heidenheim in Osaka, Japan Am liebsten bis zum Lebensende..

     
     

Es ist mittlerweile schon gute drei Monate her, seitdem ich meine Heimat für meinen internationalen Jugendfreiwilligendienst bei der Organisation WING verlassen habe. In diesen habe ich mich, trotz der zwar noch deutlich spürbaren aber jetzt langsam abbauenden Sprachbarriere, schon erstaunlich gut eingelebt und konnte bereits schon erste Bekanntschaften schließen.

Meine Unterkunft ist in einer der Ganztagesstätten WINGs: ein Zimmer mit Futon, Küche und einem kleinen Badezimmer, welches aber für mich persönlich vollkommen ausreicht.

Die Möglichkeiten in dieser Stadt sind wirklich der Hammer: Egal ob Feiern in Namba, Achterbahnfahren im Universal Studio, Nerdstuff in Dendentown oder das Bestaunen von historischen Orten wie einer der vielen Schreine oder des Osaka-jos... Es gibt einfach immer was zu tun!
   

Die Meisterbetriebe der Kraftfahrzeug-Innung Heidenheim

Bei meiner Arbeit als Freiwilliger kann es zwar ab und an körperlich etwas anstrengender werden, sie macht im Großen und Ganzen aber doch sehr viel Spaß. Der typische Arbeitstag in meiner Einsatzstelle „Momo no ie“ beginnt damit, dass die Klienten mit von WING organisierten Bussen nach und nach gebracht werden.

Anschließend holt man diese einzeln ab und trägt sie zu ihrem teils fest zugewiesenen Platz. Nach einem kurzen Gesundheitscheck (Temperatur und Sauerstoffwert) gibt es Tee und ein Morgenmeeting, in welchem alle Klienten auf Anwesenheit geprüft werden. Bis das Mittagessen bereit ist, werden Lieder abgespielt, bei denen auch gerne mal mitgesungen wird. Es wird an einem Tag der Woche von der Einrichtung selbst gekocht, während man an einem anderen wiederum Essen bei einem Lieferservice bestellt oder die Klienten ihr eigenes Essen mitbringen. Auch ich hatte bereits das Vergnügen etwas zu Kochen, auch wenn meine “Knöpfle” nicht wirklich das wurden, was ich mir erhofft hatte.
  
Na ja, unabhängig davon euch allen frohe Weihnachten und‚ neu guten Rutsch!
Na ja, unabhängig davon euch allen frohe Weihnachten und‚ neu guten Rutsch!
Wenn die Klienten fertig gegessen haben, erfolgt eine Gruppenaktivität wie gemeinsames Filme schauen oder das Basteln von Schmuckstücken und Kunstwerken, welche in einem von WING betriebenen Secondhand-Store verkauft werden. Nachmittags werden dann auch schon die ersten Klienten von den Bussen abgeholt, hierbei helfe ich bei der Vorbereitung: Schuhe anziehen, Sachen zusammenpacken und in den Rollstuhl setzen. Vor Feierabend wird dann die komplette Einrichtung nochmals gründlich gereinigt.

Der Glühwein- und Linsensuppenverkauf, dessen Erlös den Opfern des Taifuns Hagibis zugutekam. kommen sollte, war das erste Mal, an welchen in mir weihnachtliche Gefühle aufkamen. Auch wenn sich das ganze bei 19 Grad nicht wirklich weihnachtstypisch angefühlt hat, so war es doch eine ganz witzige Angelegenheit, da das Ganze für die Menschen dort schon einen exotischen Charakter hatte. Dennoch waren die Reaktionen durchweg positiv. Nach meiner Schicht konnte ich mir dann endlich auch eine Portion gönnen, naschen war währenddessen leider nicht erlaubt…

Anfang Dezember wurde es dann im Allgemeinen weihnachtlicher: In der Innenstadt sind nun viele Orte mit Lichterketten verziert, manche Häuser dekoriert und in vielen Läden findet man eine Fülle von Weihnachtsangeboten und Produkten. Mal abgesehen von der nun quasi omnipräsenten Weihnachtsmusik in Einkaufszentren und Convenience Stores. Zudem habe ich gehört, dass es in Umeda einen Weihnachtsmarkt geben soll, diesen werde ich wahrscheinlich demnächst zusammen mit meinen Mitfreiwilligen besuchen.

Zu Neujahr plane ich einen Ausflug nach Kyoto, um von dort dann ins neue Jahr zu starten. Diesmal wohl etwas früher als meine Freunde und Familie in Heidenheim und Umgebung.
    

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