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      Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Fotos: © Natascha Schröm
Fotos: © Natascha Schröm

Hannes Rothfuß hat seine Ausbildung zum Medientechnologen Druck bei der Ferdinand Walcher & C.F. Rees GmbH in Heidenheim absolviert – und das mit großem Erfolg: Der 21-Jährige lieferte die beste Abschlussnote in ganz Baden-Württemberg ab.

Print ist nicht out, allen Trends zum Digitalen zum Trotz. Deshalb fühlt sich Hannes Rothfuß in seinem derzeitigen Job als Medientechnologe auch am richtigen Ort, zur richtigen Zeit. „Beim Druck hat man am Ende eben etwas in der Hand. Das hat mich schon immer fasziniert. Und ich bin überzeugt davon, dass unser Bedürfnis nach der Haptik von Printprodukten immer fortbestehen wird“, sagt der 21-Jährige, der im Anschluss an seine dreijährige Ausbildung von seinem Betrieb, der Ferdinand Walcher & C.F. Rees GmbH übernommen wurde.

Das rund 160 Mitarbeiter zählende Unternehmen in den Heidenheimer Seewiesen setzt auf Print, und der Nachwuchs-„Drucker“ – denn in der Nachfolge dieses traditionsreichen Berufs steht der moderne Medientechnologe Druck – sieht seinen Job alles andere als aus der Zeit gefallen. „Auch ich selbst lese zum Beispiel einen Artikel viel lieber in gedruckter Form. Vielleicht verändert sich die Rolle des Drucks weiter, ja. Aber relevant wird das immer bleiben“, ist er sich sicher.

In seiner Firma geht es vor allem um den Druck von Etiketten, doch in der Ausbildung hat Rothfuß alle möglichen Aspekte und Drucktechniken seines Berufs kennengelernt – und zwar mit großem Erfolg. Denn Rothfuß konnte bei den abschließenden theoretischen wie praktischen Prüfungen die Bestnote in Baden-Württemberg vorweisen. Landesbester, das klingt nach einer starken Leistung. Und auch Rothfuß selbst zeigt sich zufrieden. „Ja, das ist schon cool. So richtig darauf angelegt habe ich es aber eigentlich gar nicht. Ich hatte schon immer gute Noten in der Berufsschule, trotzdem habe ich mich sehr gefreut, dass dann auch die praktische Prüfung so gut lief.“ Neben verschiedenen schulischen Prüfungsfächern in der Theorie war es dabei um die korrekte Produktion einer 16-seitigen Broschüre gegangen. Bestimmte Farb-Vorgaben galt es zu erreichen, dafür musste sich Rothfuß mit stetiger Qualitätskontrolle und Anpassungen an der Druckmaschine langsam an das gewünschte Ergebnis herantasten.


"Es ist sehr spannend, wenn man endlich versteht, was in der Druckmaschine wirklich passiert."

Hannes Rothfuß
Medientechnologe


Dieser Aspekt reizt den Medientechnologen besonders an seinem Beruf. „Es war immer ziemlich cool, die Theorie aus der Berufsschule im Betrieb wirklich umsetzen zu können. Es ist sehr spannend, wenn man endlich versteht, was in der Druckmaschine wirklich passiert.“ Zu seiner Berufswahl ist Rothfuß jedoch zunächst mehr oder weniger zufällig gekommen. „Ich habe damals einen Ferienjob in meinem jetzigen Betrieb gemacht, und auch ein Bekannter von mir war dort bereits als Medientechnologe tätig.“ So habe er die konkreten Tätigkeiten schon früh kennengelernt und schnell gemerkt, dass ihm diese Arbeit liegt. „Dann hat es einfach gepasst“, so Rothfuß. Von Philipp Hruschka
  

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