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Familie Egler aus Ochsenberg in Carlsbad, Kalifornien, USA Von Anfang an von der entspannten Lebensart begeistert

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Seit wir 2013 das erste Mal hier von unserer Auswanderung in die USA erzählt haben, ist vieles passiert. Wir sind vor etwas mehr als sieben Jahren in die USA ausgewandert. Es hat uns nach Südkalifornien - genauer Carlsbad - verschlagen und dort sind wir bis heute geblieben. Das Meer um die Ecke, das ganzjährig milde Wetter und die entspannte Lebensart hier haben uns von Anfang an begeistert.

Die Menschen hier sind anders, manchmal anstrengend, aber meistens entspannt und auf liebenswerte Art “crazy”. Wenn zum Beispiel an Halloween der Nachbar in seinem Vorgarten eine Zombieschutzzone aus Bauzäunen errichtet und die Fenster mit Holzplanken verbarrikadiert oder die Spanischlehrerin im lebensgroßen Dinosaurierkostüm zum Unterricht erscheint, zaubert uns das regelmäßig ein Schmunzeln ins Gesicht.

2018 haben wir uns den langersehnten Traum vom Eigenheim erfüllt. Der Prozess gestaltete sich zeitaufwendig, wir haben rund 150 Häuser besichtigt, bis wir das passende gefunden haben. Anders als in Deutschland, geht man einfach zu einem „Open House“. Ein Haus, das zum Verkauf steht, wird vom Makler für mehrere Stunden geöffnet und man läuft dann ganz unverbindlich durch und schaut sich in Ruhe alles an.

Bei Interesse gibt man ein Gebot ab und wenn der Verkäufer einverstanden ist, wird der Verkauf innerhalb von 30 Tagen abgewickelt. Leider treiben unzählige Mitstreiter die Preise nach oben. Das macht die Preisfindung spannend bis nervenaufreibend. In der Summe sind wir aber ohne nennenswerte Schwierigkeiten durch den Kaufprozess gekommen.
  

Wir wünschen allen Lesern und vor allem unseren Eltern, Familien und Freunden ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, einen ereignisreichen und fröhlichen Jahreswechsel sowie einen guten Start ins neue Jahr. Auf dass wir uns alle im nächsten Jahr gesund und munter wiedersehen. Bernd, Sandra, Carolin & Björn
Wir wünschen allen Lesern und vor allem unseren Eltern, Familien und Freunden ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, einen ereignisreichen und fröhlichen Jahreswechsel sowie einen guten Start ins neue Jahr. Auf dass wir uns alle im nächsten Jahr gesund und munter wiedersehen. Bernd, Sandra, Carolin & Björn

Nach besagten 30 Tagen haben wir dann stolz und voller Erleichterung die Schlüssel übernommen. Seitdem sind wir am „wurschteln”, wie man so schön auf schwäbisch sagt. Solaranlage, neue Heizung, Malerarbeiten, Garten neu anlegen und vieles mehr steht noch auf dem Programm. Als waschechte Schwaben versuchen wir vieles selbst zu machen. Da Baustil, Material und Vorschriften aber ganz anders sind als in Deutschland, ist es schwieriger und zeitaufwendiger. Einen Nachbar um Rat zu fragen, ist oft vergeblich, da „selber machen“ hier ein Fremdwort ist. Für jede Kleinigkeit holt man hier einen „Handwerker“. Diese verfügen allerdings nicht über das Fachwissen, wie man es von einem deutschen Handwerker gewohnt ist. Viele Haushalte haben einen Gärtner, eine Putzfrau, einen Fensterputzer, ein Kindermädchen und sogar jemanden, der die Weihnachtsbeleuchtung installiert, abbaut und einlagert.

Dennoch sind wir in unserer Nachbarschaft sehr freundlich aufgenommen worden und verstehen uns mit allen sehr gut. Manch einer fragt mit verschmitztem Blick „Will you ever be done with your irrigation system?“, wenn wir mal wieder an der Optimierung unserer Bewässerungsanlage arbeiten. Bestimmt denken sie auch von uns, dass wir ein bischen „crazy“ sind.

Die Kinder entwickeln sich prächtig. Carolin geht auf die High School, Björn wird im nächsten Jahr folgen. Schule ist hier lange nicht so streng wie in Deutschland und Kinder haben einen extrem hohen Stellenwert. Kritik ist nur in schlimmsten Fällen zu erwarten. Eselsohren, fehlende Satzzeichen oder fliegende Blätter sind hier kein Grund zur Aufregung. Für uns Eltern ist das oft schwer zu verstehen.

Wir hatten uns immer vorgenommen die deutsche Sprache zu erhalten. Das gestaltet sich allerdings schwieriger als erwartet. Wir sprechen zu Hause ausschließlich deutsch, die Kinder antworten jedoch auf Englisch. Lange haben wir dagegen angekämpft und letztlich doch aufgegeben. Sie verstehen dennoch alles und geben ihr Bestes, kurz vor dem nächsten Deutschlandbesuch ihre Sprachkenntnisse wieder aufzufrischen. Wenn beide auch manchmal den Schnee und das gute Essen vermissen, vor allem Brezeln und Leberkäswecken, so haben sie sich doch auch an das beständig schöne Wetter gewöhnt und es gibt Klagen, wenn mal ein paar Tage Regen fällt. Unsere Freizeit verbringen wir am liebsten mit Schwimmen, Wandern oder einfach nur beim Grillen mit Freunden im Garten. Wenn im Hochsommer die Stadt Carlsbad ihre legendären TGIF-Konzerte (Thank God It’s Friday) in den Parks veranstaltet, sind wir regelmäßig mit dabei. Strandstühle und Picknicktisch unter dem Arm, was Leckeres zum Knuspern und das Wochenende kann beginnen. Wir lieben Roadtrips und wenn es der Urlaubsplan zulässt, ziehen wir los und genießen die grandiose Landschaft, die der Westen der USA zu bieten hat.

Das Leben verläuft hier gleich wie fast überall auf der Welt. Und dennoch fühlt es sich anders an. Wenn wir nach dem Einkaufen an der Küste entlang nach Hause fahren und man die untergehende Sonne in die Wellen verschwinden sieht und die Surfer auf ihren Brettern auf die letzten Wellen warten, ist das noch immer ein unbeschreiblich tolles Gefühl und ein bisschen so wie ein kleiner Urlaub mitten im Alltag.

Im Moment freuen wir uns auf die anstehenden Feiertage und darauf, die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel zusammen zu genießen. Unsere Kalender in der Vorweihnachtszeit sind gefüllt mit Weihnachtspartys in der Nachbarschaft. Weihnachten ist hier ein Fest, das man mit allen feiert.
   

Restaurant und Pension Cafe Seeblick
Bullinger
Maler Fähndrich

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