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Das Ende einer Ära: nach 13 Jahren im FCH-Trikot sagt Marc Schnatterer ganz leise „Auf Wiedersehen“. Zumindest vorübergehend. Tschüss Schnatti

Foto: EIBNER//Sascha Walther
Foto: EIBNER//Sascha Walther


Ihn eine Vereins-Ikone zu nennen, ist nicht mal untertrieben. Denn wer 13 Jahre Woche für Woche das Trikot des 1. FC Heidenheim überstreifte, einen wesentlichen Teil zum erfolgreichen Abschneiden des FCH in den vergangenen Jahren beitrug, zwei Aufstiege von der Regionalliga bis in die 2. Bundesliga und sogar einen Fast-Aufstieg ins Bundesliga-Oberhaus miterlebte, der muss ja irgendwie als Gesicht des Vereins gelten.

Doch ab diesem Sommer wird das erst mal anders sein. Die kommende Heimpartie des FCH am Sonntag gegen den Karlsruher SC wird die vorerst letzte von Marc Schnatterer im Dress des Teams von Trainer Frank Schmidt sein. „Schnattis“ Vertrag läuft aus, wird nicht mehr verlängert – auch wenn der Kapitän gerne nochmal eine Spielzeit dran gehängt hätte. „Ich hätte gerne auch über den Sommer hinaus das FCH-Trikot getragen. Daraus mache ich keinen Hehl“, sagte er schon bei Bekanntgabe der Entscheidung durch den Verein im März dieses Jahres. Die Tür beim FCH ist deswegen aber noch lange nicht zu: zwar wird Schnatterer seine Kickstiefel fürs erste definitiv nicht mehr auf dem Schlossberg schnüren. Eine Rückkehr zum FCH abseits des Fußballplatzes hat ihm FCH-Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald aber bereits angeboten. Zunächst will „Schnatti“ aber noch „ein bis zwei Jahre“ auf dem Platz stehen – ein Karriereende jetzt im Sommer schließt er jedenfalls so gut wie aus.

Ausgerechnet Karlsruhe: der einstige Bundesligist bildete sozusagen das Sprungbrett für Marc Schnatterers lange und erfolgreiche Karriere auf dem Heidenheimer Schlossberg. Denn von dort aus wechselte der gebürtige Heilbronner im Sommer 2008 zum damaligen Regionalligisten 1. FC Heidenheim – der Anfang eines steilen Aufstiegs zu einer Vereins-Ikone. „Schnatti“ hat Spuren hinterlassen beim FCH, für viele Jahre war er unverzichtbarer Leistungsträger im Team von Frank Schmidt. Zuletzt kam er über die Joker-Rolle kaum noch hinaus und konnte weniger Impulse setzen als in früheren Zeiten. Doch auch das soll seine Verdienste um den FCH keineswegs schmälern.

Denn viel zu oft war er es, der dem Spiel des FCH seinen Stempel aufdrücken konnte, mit einem Freistoßtor in den letzten Sekunden der Partie noch so manchen Sieg unter Dach und Fach brachte. Selbst im vielleicht größten Spiel der Vereinsgeschichte, im legendären, nur knapp mit 4:5 verloren gegangenen DFB-Pokal-Achtelfi nale 2019 gegen den FC Bayern München, trug er sich in die Torschützenliste ein – auch wenn ihm der heutige Mainzer Robert Glatzel mit seinen drei Treffern gegen den Rekordmeister die Show stahl. Aber auch diese Partie unterstrich wie so oft die Wichtigkeit eines Marc Schnatterer für eine erfolgreiche Spielgestaltung – und das wird ihm am Sonntag nach voraussichtlich 457 Spielen im FCH-Dress auch niemand mehr nehmen können.

Trotzdem heißt es jetzt erst mal Abschied nehmen vom Publikumsliebling und Aushängeschild Marc Schnatterer. „Mach’s gut – und bis bald. Tschüss Schnatti.“ Mathias Ostertag
   

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