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Zu Jahresbeginn gibt es regelmäßig Änderungen für Familien, Arbeitnehmer und Selbstständige. Das sind die wichtigsten Neuerungen für 2020.     Steueränderungen 2020

Zu Jahresbeginn gibt es regelmäßig Änderungen für Familien, Arbeitnehmer und Selbstständige. Das sind die wichtigsten Neuerungen für 2020.
    

Der Grundfreibetrag beträgt seit dem 1. Januar 2020 9408 Euro (gemeinsam veranlagte Ehepaare: 18 816 Euro). Als Ausgleich der in den vergangenen Jahren entstandenen kalten Progression werden zusätzlich die Eckwerte des Steuertarifs um 1,95 Prozent angehoben. Das entspricht der (geschätzten) Infl ationsrate des Jahres 2019 und führt seit diesem Jahr zu einer zusätzlichen Steuerentlastung. Der Eingangssteuersatz von 14 Prozent bleibt konstant.

Unterhaltshöchstbetrag

Entsprechend der Änderung beim Grundfreibetrag hat sich auch der Unterhaltshöchstbetrag erhöht. Er beträgt nun 9408 Euro. Durch die Erhöhung können auch höhere Unterhaltsleistungen steuerlich geltend gemacht werden.

Steuerklassenwechsel bei Ehegatten

Ehegatten und Lebenspartner können bisher einmal im Jahr die Steuerklasse wechseln. Ein zweiter Wechsel ist ausnahmsweise möglich, wenn ein Ehegatte verstirbt, bei einer dauerhaften Trennung oder wenn ein Ehepartner arbeitslos wird bzw. nach einer Arbeitslosigkeit wieder eine Beschäftigung aufnimmt.

Seit dem 1. Januar können Ehepartner und Lebenspartner die Lohnsteuerklasse mehrfach pro Jahr wechseln – besondere Voraussetzungen müssen sie dafür nicht mehr erfüllen.
     


Für Bücher, Zeitungen und Zeitschriften in elektronischer Form gilt der ermäßigte Umsatzsteuersatz von sieben Prozent.


Steuererklärung: Verspätungszuschlag, Säumniszuschlag und Fristverlängerung

Wenn eine Steuererklärung oder eine Steueranmeldung nicht oder nicht rechtzeitig abgegeben wird, kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag festsetzen.

Wird eine Steuer nicht pünktlich bezahlt, setzt das Finanzamt (nach einer Schonfrist von drei Tagen) Säumniszuschläge fest: ein Prozent des rückständigen Steuerbetrages für jeden angefangenen Monat der Säumnis, wobei auf 50 Euro abgerundet wird.

Diese Zuschläge werden nun automatisiert festgesetzt. Auch Anträge auf Fristverlängerung für die Abgabe einer Steuererklärung werden automatisiert angeordnet bzw. beschieden.
          

Haushaltsersparnis bei Heimunterbringung

Wenn bei einer Heimunterbringung wegen Pflegebedürftigkeit der private Haushalt aufgelöst wird, müssen entstehende Heimkosten um die Haushaltsersparnis reduziert werden. Nur der gekürzte Betrag ist im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen abzugsfähig.

Seit dem 1. Januar beträgt die Haushaltsersparnis 9408 Euro pro Jahr (2019: 9.168) bzw. 784 Euro pro Monat (2019: 764) bzw. 26,13 Euro pro Tag (2019: 25,47 Euro).

Wehrsold

Seit dem Jahreswechsel ist der Wehrsold, den freiwillig Wehrdienstleistende erhalten, steuerpflichtig. Bezüge von wehrübenden Reservisten der Bundeswehr bleiben steuerfrei.

Umsatzsteuer auf eBooks

Sieben Prozent Umsatzsteuer auf gedruckte Bücher, 19 Prozent auf eBooks? Das gehört jetzt der Vergangenheit an. Mittlerweile gilt auch für Bücher, Zeitungen und Zeitschriften in elektronischer Form der ermäßigte Umsatzsteuersatz von sieben Prozent.

Ausnahmen: Jugendgefährdende Erzeugnisse nach § 15 Abs. 1 bis 3 und 6 des Jugendschutzgesetzes sowie Veröeffentlichungen, die überwiegend Werbezwecken (einschließlich Reisewerbung) dienen.

Steuererleichterung für Elektro-Dienstwagen

Bei der Besteuerung der privaten Nutzung eines betrieblichen Elektrofahrzeugs oder extern aufladbaren Hybrid-Elektrofahrzeugs wird die bereits geltende Halbierung des Listenpreises bis zum 31. Dezember 2030 verlängert.

Im Gegenzug werden steigende Reichweiten bei ausschließlicher Nutzung des elektrischen Antriebs verlangt: Für vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2024 angeschaffte Fahrzeuge soll eine Reichweite von mindestens 60 Kilometern gelten und bei Anschaffung vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2030 eine von 80 Kilometern. Ferner darf die Kohlendioxidemission höchstens 50 Gramm je gefahrenen Kilometer betragen.

Für bestimmte Fahrzeuge wurde neben der Verlängerung sogar eine Herabsetzung der Bemessungsgrundlage auf ein Viertel beschlossen. Betroffen sind zwischen 1. Januar 2019 und 31. Dezember 2030 angeschaffte Kraftfahrzeuge, die keine Kohlendioxidemission haben und deren Bruttolistenpreis unter 40 000 Euro liegt.

Steuerbefreiung für Dienstfahrräder

Die Steuerbefreiung des geldwerten Vorteils aus der Überlassung eines Dienstfahrrads durch den Arbeitgeber an Arbeitnehmer wird bis zum 31. Dezember 2030 verlängert. Steuertipps.de
   

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