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Im Alter fit zu bleiben hat viele Vorzüge. Natürlich muss man auch etwas dafür tun, aber eine erhöhte Lebensqualität ist dies immer mehr Menschen wert. Nicht auf Probleme warten

Foto: © LIGHTFIELD STUDIO, sabine hürdler, stock.adobe.com

Es sind eben doch nicht nur die Gene. Auch wenn unser Erbgut eine große Rolle dabei spielt, wie lange wir uns auch im Alter noch fit und beweglich fühlen können, hängt vieles davon ab, ob wir selbst aktiv werden, oder nicht. Neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sind Sport und Fitness hierfür das beste Mittel. Doch warum genau ist es eigentlich so wichtig, gerade im Alter aktiv zu bleiben? Und ist es mit regelmäßigen sonntäglichen Spaziergängen schon getan?

Iris Schütz kennt sich aus mit der Materie. Die Inhaberin des Sportzentrums Riethmüller in Nattheim hat Tag für Tag in ihrer Physiotherapie und in ihrem innovativen Fitnessbereich auch mit älteren Menschen zu tun. „Grundsätzlich ist es ein riesiger Vorteil, im Alter sportlich fit zu bleiben, weil der Mensch gerade dann deutlich schneller Muskeln abbaut. Gerade hier ist es wichtig der Sarkopenie gezielt entgegen zu wirken“, sagt Schütz. Auch junge Menschen würden demnach bei Inaktivität nach und nach Muskeln abbauen, doch ab etwa 60 Jahren nimmt die Geschwindigkeit deutlich zu. Im Ergebnis muss ein älterer Mensch auch mehr dafür tun, um auf einem ähnlichen Level zu bleiben.

Foto: © LIGHTFIELD STUDIO, sabine hürdler, stock.adobe.com
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Neben dem Muskelabbau gibt es aber noch einige andere Risiken, denen mit ausreichend viel Sport vorgebeugt werden kann, beispielsweise Herz-Kreislauferkrankungen, Arteriosklerose oder koronare Herzkrankheit. „Und natürlich stabilisiert ein regelmäßiges Fitnessprogramm durch den Muskelaufbau die Gelenke, die im Alter verschlissen sind“, sagt Schütz. Ein ganz wichtiger Punkt, an dem es lohnt zu arbeiten, ist außerdem die Sturzprophylaxe. „Im Sportzentrum Riethmüller gibt es dafür den sogenannten Skill Court, auf dem Gleichgewicht und Koordination geübt werden können. Unsere Kunden arbeiten dabei reaktiv, das heißt sie müssen auf unterschiedliche Signale hin unterschiedliche Bewegungen ausführen. Dabei wird genau das geübt, was einem bei einem Sturz hilft“, sagt Schütz.

Aber wie groß sollte das Pensum an sportlichen Aktivitäten eigentlich sein? „Optimalerweise macht man drei Mal die Woche etwas“, so Schütz. Aber mindestens einmal alle zehn Tage sollte es sein. Wichtig sei dabei allerdings, zu betonen, dass Aktivitäten wie Spaziergänge oder auch Nordic Walking zwar in jedem Fall gut für den Körper sind, jedoch Muskeln nicht in der gleichen Intensität wie ein Fitnesstraining aufbauen. „Wenn ich im Alter gezielt Muskeln aufbaue und erhalte, habe ich zum Beispiel bei einer Erkältung, wenn ich eine Weile nichts mehr tun kann, etwas wovon der Körper zehren kann.“

Ob Nordic Walking, Schwimmen oder ein individuelles Fitnessprogramm, aus Sicht von Iris Schütz gibt es jedenfalls jede Menge gute Gründe, auch im Alter möglichst viel Sport zu treiben. „Zu mir kommen Kunden oft, nachdem Probleme aufgetreten sind. Dabei wäre es natürlich viel besser, wenn man schon vorher zu uns kommt, damit viele Probleme gar nicht erst entstehen“, so Schütz.
  

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