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Nach nur neunmonatiger Bauzeit konnte Ende Mai 2020 der Umbau mit Erweiterung des dreigruppigen Christuskindergartens in der Heidenheimer Weststadt in Betrieb genommen werden. Neuer Kindergarten Christuskirche

Fotos: Architektengruppe Wittmann
Fotos: Architektengruppe Wittmann

Auftraggeber des Vorhabens war die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Heidenheim, die auch die Baumaßnahme finanziert hat. Einen wesentlichen finanziellen Beitrag am Kindergarten leistet die Stadt Heidenheim. Hierdurch wird eine weitere Lücke in der Kinderversorgung in Heidenheim geschlossen und die Attraktivität der Weststadt für junge Familien gesteigert. Die Architektengruppe Wittmann, vertreten durch Stephan Wittmann aus Heidenheim plante die komplette Baumaßnahme sowie die Außenanlagen im wunderschönen Kirchgarten. Der alte Kindergarten an der Liststraße wurde nach dem Umzug abgebrochen und die freiwerdende Grundstücksfläche wird 2021 durch einen Investor mit Eigentumswohnungen bebaut.

Nach Auszug der Kirchengemeinderäume unterhalb der Christuskirche wurde das gesamte Geschoss entkernt. Größte Rücksicht musste dabei auf die verbliebenen denkmalgeschützten Bauteile und Materialien genommen werden. So wurden die Originaltüren, Oberlichter zu den Gruppenräumen und Bodenfliesen bewahrt. Die Fenster aller Kindergartenräume wurden vergrößert und Betonbrüstungen entfernt. Durch eine Umnutzung nahezu aller Räume konnte für die über Dreijährigen ein schöner zweigruppiger Kindergarten gebaut werden.

AGW. ArchitektenGruppe Wittmann

Auf einer Fläche von circa 315 Quadratmetern beinhaltet das Bestandsgebäude zwei U3-Gruppenräume mit zugehörigen und verbundenen Nebenräumen, Personal-, Lager- und Technikräume sowie eine Küche. Im Flur wurden seitlich die Wände aufgebrochen und Garderoben durch die Architekten in die Planung integriert.

Ingenieurbüro für Elektrotechnik Peter Kummich & Michael Weißkopf

Zusätzliches Tageslicht

Für die Kleinsten der unter dreijährigen Kinder entstand ein lichtdurchfluteter eingeschossiger Neubau mit 140 Quadratmetern Nutzfläche, der mit den Bestandsräumen verbunden ist. Als Bindeglied zwischen Alt- und Neubau wurde der neue und zentrale überdachte Eingang angeordnet. Der begrünte Patio bringt zusätzliches Tageslicht in die Räume und in der dunkleren Jahreszeit wird der rote Ahornbaum sowie die freie westliche Kirchenwand mit einer Außenleuchte effektvoll angestrahlt.

Im Neubau sind Gruppen,- Schlafraum und WC für die unter Dreijährigen untergebracht. Das zentrale Büro der neuen Leiterin Frau Berres sowie der Mehrzweckraum für Sport und Bewegung aller Kindergartenkinder runden das Raumprogramm ab.

Aus allen Kindergarten- und Nutzräumen ist ein großzügiger Außenbezug durch die großen Fensterflächen gegeben. Der alte und große Baumbestand schützt die Räume im Altbau in heißen Sommermonaten vor einer Überhitzung. Zusätzlich wurden Sonnenschutzgläser eingebaut und die Innenräume bleiben auch im Sommer ohne Technikunterstützung kühl. Eine fließende Raumfolge, helle, warme Oberflächen sowie Möbel und Einbauten aus Holz spenden eine freundliche Atmosphäre. Warm gehalten wird das Gebäude über die bestehende Heizung der Kirche.

Die Außenanlagen sind in U3- und Ü3-Bereiche ohne sichtbare Trennung aufgeteilt, wobei der bestehende und sehr großzügige Kirchgarten durch viele neue Spielgeräte sowie Bepflanzung ergänzt wurde. Der Zugang zum Garten konnte barrierefrei angelegt werden. Die Hangsituation konnte mit Rollrasen so angelegt werden, dass auch im Winter Möglichkeiten zum Rutschen im Schnee gegeben sind. Ein wunderschöner Spielbereich in allen Jahreszeiten im ehrwürdigen Kirchgarten ist neu entstanden.


„Durch eine Umnutzung nahezu aller Räume konnte ein schöner zweigruppiger Kindergarten gebaut werden.“

Stephan Wittmann
Heidenheimer Architekt


An der Realisierung waren die Architekten sowie weitere Ingenieurbüros für Vermessung, Geologie, Bauphysik, Statik sowie Elektrofachplanung beteiligt. Nahezu alle der 22 am Bau tätigen Firmen kamen aus dem Landkreis Heidenheim. Durch deren hervorragende Leistung und die Steuerung der Architektengruppe Wittmann sowie die sehr gute Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde vertreten durch Pfarrer Frank Bendler sowie Joachim Richter wurde der Terminplan und die geplanten Kosten eingehalten.
   

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