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Leben in der Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz

Fotos: IAW Immobilien
Fotos: IAW Immobilien

Die IAW (Immobiliengesellschaft für alternative Wohnformen) bietet mit dem Konzept der betreuten Wohngemeinschaft Menschen mit Demenz in Gerstetten ein Versorgungsangebot das häufig noch unbekannt ist. In der Demenz-Wohngemeinschaft sind Menschen in erster Linie Bewohner und keine Patienten. Sie erhalten Struktur sowie ein individuelles Angebot, das eigene Leben gemeinsam zu gestalten.

Mit einer fortschreitenden Demenz nehmen die geistigen Fähigkeiten einer erkrankten Person stetig ab. Häufig tritt früh eine Pflegebedürftigkeit ein und das Leben ist nur mit einem hohen Grad an Unterstützung zu bewältigen. Angehörige sind mit dieser Situation schnell überfordert und kommen an ihre seelischen Grenzen.

Um den betroffenen Menschen ein selbstbestimmtes und aktives Leben zu ermöglichen, bietet sich als Alternative zum klassischen Pflegeheim eine Wohngemeinschaft mit Pflegedienst an, mit einem Betreuungs- und auch Pflegeangebot rund um die Uhr. Ambulant betreute Wohngemeinschaften tragen durch das gesicherte Wohnumfeld und die unbeschwerter lebbaren Beziehungen mit Angehörigen, Freunden und Nachbarn entscheidend zur Lebensqualität und zur allgemeinen Zufriedenheit bei.

Das aufwendig sanierte und modernisierte Gebäude der IAW mit zwei abgeschlossenen Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz in Gerstetten ist in dieser Form einzigartig in der ganzen Region. Die beiden Wohngemeinschaften, in denen jeweils acht beziehungsweise zwölf Bewohnerinnen und Bewohner leben können, sorgen für eine familiäre Atmosphäre, in der dank eines umfassend ausgebildeten Betreuungs- und Pflegteams ganz individuell auf die Bedürfnisse von demenzerkrankten Personen eingegangen werden kann.

Weitgehende Selbständigkeit

Steffen Deigner ist Geschäftsführer der PGS healthcare GmbH, des Pflegediensts der WG. „Wir leben Pflege und bieten den Patienten sowohl Betreuung als auch Pflege an“, so Deigner. Demenzpflege muss neu gedacht werden, das bedeutet im Unterschied zum Pflegeheim vor allem, dass ein weitgehend normaler Alltag ermöglicht wird, in dem großer Wert auf Selbstbestimmung und Selbstständigkeit gelegt wird, und dass auch alltägliche Aktivitäten wie Einkaufen, Kochen, Wäscheversorgung, Blumenpflege, Handwerkliche Tätigkeiten im Leben des Bewohners ein fester Bestandteil sein sollen, immer unter Anleitung und Betreuung durch das Personal.

Mittags fest, Frühstück frei

Das Konzept für die Alltagsgestaltung beruht dabei auf zwei Säulen. Einerseits wird den Bewohnern eine Struktur im Alltag geboten, etwa durch feste, gemeinsame Essenszeiten zu Mittag und am Abend. Andererseits kann dank eines sehr guten Personalschlüssels und bester Ausbildung, es ist rund um die Uhr eine Pflegefachkraft vor Ort, auch individuell auf die Patienten eingegangen werden. So gibt es fürs Frühstück beispielsweise keine festen Zeiten, jeder kann so in den Tag starten, wie er oder sie es auch im früheren Leben gewohnt war.

Ebenso wenig gibt es feste Zeiten für die Bettruhe oder für alltägliche Aktivitäten. Ein Angebot aus Singen, Zeitung lesen, Gymnastik oder Bingo existiert. „Doch davon unabhängig bietet unser Team zum Beispiel einem Menschen, der auch früher sehr gerne im Garten gearbeitet hat, auch in der WG diese Möglichkeit. Oder wenn es für einen anderen Patienten immer dazu gehört hat, am Sonntag beim örtlichen Fußballtraining zuzugucken, dann ermöglichen wir auch das“, so Deigner. Die Individualität der Patienten und deren Bedürfnisse soll dabei im Vordergrund stehen. „Wir können die beste Unterstützung anbieten, indem wir uns ansehen, wer dieser Mensch früher war, was ihm wichtig war und ihm Freude bereitet hat. Wir orientieren uns daher sehr stark an der Biographie der Patienten“, so Deigner.


„Wir können die beste Unterstützung anbieten, indem wir uns ansehen, wer dieser Mensch früher war, was ihm wichtig war und ihm Freude bereitet hat.“

Steffen Deigner, Geschäftsführer PGS healthcare GmbH


Eigene Möbel im eigenen Zimmer

Konkret heißt das beispielsweise bei der Einrichtung der ausschließlich vorhandenen Einzelzimmer, dass problemlos eigene Möbel mitgebracht werden können – sofern der Wunsch vorhanden ist. Das Ziel der Selbstbestimmung und der Aktivierung der Bewohner kann so am besten erreicht werden. „Soweit sie es können, sollen unsere Patienten selbst entscheiden“, sagt Deigner. Am Ende gebe man aber auch stets genügend Struktur vor, um die Menschen nicht alleine zu lassen. So werde ein Abrutschen in Depression oder auch Aggression, eine gängige Reaktion auf Untätigkeit bei Demenzkranken, verhindert.

Das Hausrecht liegt bei den Bewohnern

Zum Konzept der Wohngemeinschaft gehört auch, dass die Bewohner bzw. deren gesetzlichen Vertreter in einem eigenen Gremium über alle Belange der Wohngemeinschaft mit der IAW diskutieren und entscheiden können. Das beginnt bei der Frage, ob und in welcher Farbe ein Raum neu gestrichen werden soll, und könnte theoretisch auch die selbstbestimmte Entscheidung der Mieter bedeuten, sich einen anderen Pflegedienst zu suchen. Das allerdings befürchtet Deigner nicht: „Ich denke, dass wir sehr gute Arbeit leisten, die auch zu schätzen gewusst wird.“ Überhaupt können Angehörige sich sehr gut aktiv mit einbringen in die Lebensgestaltung der Bewohnerinnen und Bewohner, beispielsweise bei der Organisation eines Kaffeekränzchens oder eines Sommerfests. „Wir sind keine geschlossene Station, und Besuche sind, unter den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen, auch in den aktuellen Zeiten möglich. Denn uns ist es sehr wichtig, dass die Angehörigen bei ihren Familienmitgliedern sein können“, so Deigner. Der Geschäftsführer ist überzeugt davon, dass sein Team dabei die allerbeste Arbeit leistet und am Ende die Patienten wirklich von dem Angebot in der WG profitieren: „Ich komme selbst aus der Pflege, und weiß, wovon ich spreche. Wir überlassen keinen Menschen sich selbst und bereichern das Leben der Patienten, dafür stehe ich persönlich ein.“

Plätze in der WG sind aktuell noch frei. Auch Besichtigungen sind, unter Einhaltung von Maskenpflicht und Abstandsregeln, problemlos zu vereinbaren. Interessenten können sich unverbindlich unter Telefon 07323.9598030 informieren.
   

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