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Endlich ist der Neubau fertig. Für die Vorschulkinder des Hermaringer Kindergartens „Konfetti“ steht in diesen Tagen der große Umzug in ihre neue Heimat auf Zeit an. Kindergarten „Konfetti“ Hermaringen

Fotos: Natascha Schröm, Luftbild Geyer
Fotos: Natascha Schröm, Luftbild Geyer

In unmittelbarer Nähe zur Güssenhalle und zur Rudolf-Magenau-Schule ist dabei ein Kindergarten entstanden, der auch architektonisch zu überzeugen weiß. Für Roland Hüll ist auch nach vielen Jahren im Beruf als Architekt jeder Neubau etwas ganz Besonderes – schon allein dann, wenn wie jetzt wieder in Hermaringen ein Projekt umgesetzt wurde, das ab sofort und aller Voraussicht nach über viele Generationen hinweg Kinder auf ihren letzten Schritten vom Kindergarten in die Schule begleiten wird. Bisher waren diese auf die einzelnen Gruppen des eigentlich in der Fröbelstraße 6 beheimateten evangelischen Kindergartens verteilt. Nun aber werden die Vorschulkinder am neuen Standort zusammengefasst und ziehen nun für ihr letztes Kindergartenjahr in die neue Heimat Am Schwalbenrain ein.

Passend zum Straßennamen werden die Vorschulkinder ab sofort als „Schwalbengruppe“ geführt – und werden in dem Neubau einige Dinge vorfinden, die es bisher nicht gab. Eine „Schmutzschleuse“ zum Beispiel. Über Kosten und Nutzen hat auch der Hermaringer Gemeinderat bei der Planung des Großprojekts diskutiert. Aber dass die Idee, am äußersten Ende des Gebäudes einen kleinen Raum zwischen dem großzügig angelegten Außenbereich und dem Innenteil zu schaffen, durch den die Kinder nach getaner Arbeit im Garten gehen, ihre Matschkleidung und –schuhe ablegen und zudem die Hände waschen können, nicht die schlechteste ist, wird jeder Erwachsene mit Kindern im Haushalt nur bestätigen können. Roland Hüll kann sich jedenfalls nicht erinnern, dass es einen derartigen Raum in einem Kindergarten in der näheren Umgebung bereits gibt.


"Für die Kinder die perfekte Wohlfühlatmosphäre."

Jürgen Mailänder, Bürgermeister


Die „Schmutzschleuse“ ist aber auch nur ein kleiner Teil des Gesamtkonzepts. Die Entscheidung, den Neubau auf der freien Fläche unterhalb der Rudolf-Magenau-Schule und direkt neben der erst vor wenigen Jahren generalsanierten Güssenhalle unterzubringen, fiel schon vor einigen Jahren – die Verhältnisse am Standort Fröbelstraße waren einfach für vier Kita- und zwei Krippengruppen zu beengt. Eine Aufstockung kam nicht in Frage – und so wurde im Sommer 2019 mit dem Neubau „Am Schwalbenrain“ begonnen. Knapp zwei Jahre später ziehen die Kinder nun in ein Gebäude ein, bei dem viel Wert gelegt wurde auf helle Räume und große Glasflächen – und vor allem auch auf die Verwendung von natürlichen Materialien. „Gerade der Werkstoff Holz spielt dabei eine dominante Rolle“, sagt Roland Hüll. Der Kindergarten wurde in Holzständerbauweise errichtet, der Boden ist aus Linoleum – „natürlicher geht es also kaum“, so Hüll. Auch die Akustikdecke, die durch ihre besonderen Eigenschaften ein perfekter Geräusch- und Schallschutz ist und ein angenehmes Raumklima schafft, besteht aus Holz. „Für die Kinder die perfekte Wohlfühlatmosphäre“, ist Jürgen Mailänder, Bürgermeister der Gemeinde Hermaringen überzeugt.

Auch er freut sich über den Neubau des Hermaringer Kindergartens, der mit einem großen Gruppenraum sowie mehreren Kreativräumen, einem Mensabereich und einem Schlaf- und Ausruhraum modernsten Ansprüchen der Kinderbetreuung gerecht wird. Auch, weil sich das Gebäude perfekt ins Gesamtgefüge der zentralen Hermaringer Anlaufpunkte Schule und Halle einpasst. So profitiert der Kindergarten aus energetischer Sicht von der Photovoltaik-Anlage der Güssenhalle, über das dortige Blockheizkraftwerk können Schule, Kindergarten und Halle versorgt werden – die Energieversorgung besteht also komplett aus erneuerbaren Rohstoffen. Entsprechend überschaubar eingerichtet ist deshalb auch der Technikraum des Kindergartens – lediglich ein eigener Wasseranschluss musste gelegt werden.

Die 16 Vorschulkinder werden die neuen Möglichkeiten in diesen Tagen mit Sicherheit umfangreich unter die Lupe nehmen. Bis zu 25 Kinder könnten es pro Jahr werden – mehr Platz wäre dann am neuen Standort nicht. Sollte auch das nicht mehr reichen und auch am Hauptstandort in der Fröbelstraße der Zulauf an Kindern weiterhin hoch bleiben, hat es sich die Gemeinde vorbehalten, den Kindergarten in Richtung Güssenhalle nochmal um eine Gruppe zu erweitern. Doch das ist fürs erste Zukunftsmusik – zunächst ziehen nun die Schwalben in ihr neues Domizil. Mathias Ostertag
   

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