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Von der Kellerwerkstatt zum hochmodernen Unternehmen: Der Maler- und Lackiererbetrieb von Timo Ponzetta feiert sein zehnjähriges Bestehen. Im Souterrain fing alles an

Fotos: 60 Grad/Christina Sautter
Fotos: 60 Grad/Christina Sautter

Zehn Jahre und drei Umzüge ist es her: Im Dezember 2010 richtete Timo Ponzetta seine erste Werkstatt ein, damals im Kellergeschoss seiner Wohnung an der Giengener Straße in Heidenheim - der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit war es, der ihn in die Selbstständigkeit führte. Freilich fehlten damals noch vier Monate bis zur absolvierten Meisterprüfung als Maler und Lackierer, und deshalb musste er sich zunächst als Raumausstatter am Markt etablieren.

Dabei wurde dem heute 32-jährigen das Malerhandwerk eigentlich in die Wiege gelegt. Der Großvater war Maler, „das fand ich immer cool, und wenn ich ihm geholfen habe, hat mir das immer viel Spaß gemacht“, erinnert sich Ponzetta. Ab dem 13. Lebensjahr jobbte er dann in einem Heidenheimer Malerbetrieb, „beim besten Malermeister Heidenheims“, wie er respektvoll einfließen lässt, wo er dann später auch einen festen Arbeitsplatz fand. Dennoch zog es den jungen Timo zunächst in die Industrie, doch als er eine fest zugesicherte Lehrstelle zum Industriemechaniker quasi über Nacht verlor, hieß es von eben jenem besten Malermeister Heidenheims: „Dann wirst du halt Maler.“

Was folgte, war die Meisterschule mit unzähligen Stunden des Lernens abends und am Wochenende, nicht zu vergessen die zahlreichen Prüfungen – alles neben der täglichen Arbeit. Und was weiterhalf bei der Verwirklichung des Traums von der Selbstständigkeit, war ein Gründerzuschuss der Agentur für Arbeit, mit dem Ponzetta sein erstes eigenes Gewerbe startete.

Nach vier Monaten und der bestandenen Meisterprüfung konnte er dann vom Raumausstatter zum Maler- und Lackierer umfirmieren, doch im ersten Jahr ging fast gar nichts. „Ich bin aber trotzdem drangeblieben, und das Unternehmen ist gewachsen.“ Was folgte, war der Umzug des Geschäfts in die Kantstraße, „und dann hat die Sache richtig Fahrt aufgenommen.“ Binnen drei Jahren hatte Ponzetta zwölf Mitarbeiter unter Vertrag und schaute sich um nach einem Bauplatz: Das Gelände an der Kantstraße war zu klein geworden, und so dachte der ehrgeizige Jungunternehmer an einen kompletten Neubau.


Timo Ponzetta (links) und Sascha Mir
Timo Ponzetta (links) und Sascha Mir

„Ich habe einen Touch zur Perfektion“

Timo Ponzetta
Malermeister


Durch Zufall ergab sich eine ganz andere Gelegenheit: In Steinheim baute Ponzetta mit seinem Team frei gewordene Geschäftsräume um und führte dort einige Zeit einen Malerund Lackiererbetrieb mit Ladengeschäft. Doch auch Steinheim war nur eine weitere Durchgangsstation: Bald darauf ergab sich die Chance, das Gelände der Firma Ulshöfer am Schnaitheimer Badenberg zu übernehmen, und weil Ponzetta ein Mann der Tat ist, ergriff er die Gelegenheit beim Schopf.

Nach massiven Umbauten präsentiert sich das Unternehmen heute als topmoderner Betrieb der Branche mit einem hellen, freundlichen Ambiente schon beim Betreten. Allein der Empfang und die Ausstellungsräume umfassen 200 Quadratmeter, dazu kommen separate Besprechungsräume und Büros, Aufenthaltsräume für die Angestellten und Duschen. Mit Werkstatt und Lagerflächen kommt das Unternehmen mit seinen nunmehr zehn Mitarbeitern, darunter zwei Azubis, auf satte 800 Quadratmeter. Aushängeschild der Firma ist die kreative Wandtechnik: In diesem Punkt bezeichnet sich Ponzetta selbstbewusst als Marktführer in Heidenheim. „Ich habe einen Touch zur Perfektion“, so der Malermeister, der unumwunden zugibt, dass er nicht nur den hochwertigen, sondern auch den hochpreisigen Sektor bedient. Dabei deckt seine Kundschaft die ganze Bandbreite ab: Privatkunden und Einzelhändler gehören ebenso dazu wie Top-Architekten aus der Region, Bauträger und Hausverwaltungen, und auch zur Industrie hat Ponzetta die besten Kontakte: „In den letzten Jahren haben wir zahlreiche tolle Projekte in und um Heidenheim ausgeführt“ – das betrifft Trockenbauarbeiten und klassische Malerarbeiten ebenso wie Fassadenrenovierungen.

Während der Firmeninhaber hauptsächlich für die gestalterischen Konzepte und deren Umsetzung verantwortlich zeichnet, kümmert sich sein Betriebsleiter Sascha Mir ums operative Geschäft. „Dabei achten wir auf saubere Produkte und Gütesiegel wie den Blauen Engel“, stellt Mir heraus: „Alle unsere Produkte sind frei von Schadstoffen, und wir verwenden auch nur mineralische Putze.“

Allein die Homepage ist noch nicht soweit, wie Ponzetta das gerne hätte, Ende Januar aber soll es soweit sein. Und dann wird auch online richtig hochgeschaltet, auch für eine zweite Firma am Badenberg: Unter dem Label „EMAR“ plant Timo Ponzetta hochwertige Innenausstattungen, setzt topmoderne Konzepte um für Einzelhandel, Gastronomie, Freizeiteinrichtungen und Wohnräume. Sein Wirkungskreis geht dabei weit über die Kreisgrenzen hinaus und reicht nicht nur bis in Großstädte wie Berlin, München und Frankfurt, sondern bis nach Österreich und in die Schweiz, und in Potsdam plant er sogar eine Niederlassung. Ob sich Timo Ponzetta das hätte träumen lassen – damals, in der Kellerwerkstatt an der Giengener Straße?

Andreas Pröbstle
  

Jedele
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Holzbau Kerler
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