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Das Ende einer Ära: nach 13 Jahren im FCH-Trikot sagt Marc Schnatterer ganz leise „Auf Wiedersehen“. Zumindest vorübergehend. Der Neubau ist sehr gelungen

Elke Müller-Jordan, Mitglied des Vorstands der Heidenheimer Volksbank, über das Neubauprojekt in der Schnaitheimer Straße 2.
Elke Müller-Jordan, Mitglied des Vorstands der Heidenheimer Volksbank, über das Neubauprojekt in der Schnaitheimer Straße 2.

Frau Müller-Jordan, Wohnraum ist vielerorts knapp, zumal in den Innenstädten. Dem wirkt die Heidenheimer Volksbank mit dem Neubau von Mikro-Wohnungen und Apartments nun entgegen. Warum ist dieser Neubau auch aus Sicht der Heidenheimer Volksbank eine sinnvolle Investition?

Sie erinnern sich eventuell noch. An dieser Stelle stand ein sehr stark in die Jahre gekommenes Gebäude, welches von Grund auf hätte saniert und modernisiert werden müssen. Dies war eine Alternative, die wir zu Beginn überlegt haben. Da der zu erwartende Aufwand aber beinahe einem kompletten Neubau gleichgekommen wäre, haben wir uns nur kurz intensiv mit dieser Idee beschäftigt. Nach reichlicher Abwägung sind wir zu dem Entschluss gekommen, hier ein Apartmenthaus zu bauen, das hauptsächlich Studenten, Praktikanten, Berufsanfänger und Pendlern zu Gute kommt.


Ingenieurbüro für Bauwesen Dipl.-Ing. (FH) - SiGe - Koordinator

Für wen schafft man diese besondere Art von Wohnraum?

Es entstehen 13 moderne, barrierefreie und komfortabel möblierte Apartments von 23 m² bis 28 m² für Studenten, Praktikanten, Berufsanfänger und Berufspendler. Dazu bieten wir zwei Dachgeschosswohnungen mit großzügigen, schönen Terrassen inklusive direktem Schlossblick.

Im ersten und zweiten Obergeschoss befinden sich die 13 Mikroapartments, die voll möbliert und mit innovativen Belüftungskonzepten sowie einer Fußbodenheizung ausgestattet sind. Im dritten Stock befindet sich das Dachgeschoss mit den beiden größeren Wohnungen, die ebenfalls bereits über eine voll eingerichtete Küche verfügen. Darüber hinaus stehen den Bewohnern sechs Garagenparkplätze, ein geschützter Fahrradraum sowie ein großer Trockenraum zur Verfügung. Das gesamte Apartmenthaus ist barrierefrei und die Stockwerke sind über einen Aufzug miteinander verbunden.


Brandschutz-Bohnert

Die Apartments ermöglichen so ein angenehmes Wohnerlebnis und eine gute Lern- und Arbeitsatmosphäre, sie sollen bezahlbar sein und sie sind vor allem zentral in der Stadt.

Sollen die Wohnungen eher langfristig vermietet werden oder ist es bewusst ein Kurzzeitangebot?

Es ist nicht als Boardinghaus gedacht, mit kurzfristigen tage- oder wochenweisen Vermietungen. Vielmehr denken wir an eine gewisse Beständigkeit für die Dauer des Studiums, der Ausbildung oder der beruflichen Anwesenheit in Heidenheim. Unsere Zweizimmer-Wohnungen im Obergeschoss mit den Dachterrassen bieten sicherlich auch für langfristige Mieter ein ansprechendes Ambiente.


"Die Apartments sind komplett möbliert, barrierefrei und bieten Wohnqualität zentral in der Stadt.“

Elke Müller-Jordan, Mitglied des Vorstands der Heidenheimer Volksbank


Der Bau verzögerte sich ja etwas aufgrund von archäologischen Ausgrabungen. Inwieweit war das, wenn überhaupt, ein Problem?

Die archäologische Ausgrabung war bei einem Bau an dieser Stelle in der Innenstadt durchaus zu erwarten. Die komplette Innenstadt ist im Prinzip ein Bodendenkmal und auch in der Schnaitheimer Straße gab es wohl in grauer Vorzeit eine mittelalterliche und frühgeschichtliche Siedlung.

Wir gingen also davon aus, dass die Archäologie beim Abriss auf jeden Fall ein Auge darauf haben wird. Wenn etwas gefunden wird, kann das durchaus zu Verzögerung führen, aber auch zu hohen Kosten, die in Baden-Württemberg leider immer der Grundstückseigentümer zu tragen hat. Nachdem mittelalterliche Mauerreste gefunden wurden und dann noch ein Pferdeskelett von 100 bis 160 n.Chr, konnte man dann doch trotz des Zeitverlustes und der enormen Kosten etwas Positives zur Heidenheimer Stadtgeschichte beitragen.

Ein Blick in die Zukunft: wird die Heidenheimer Volksbank auch künftig Neubauvorhaben dieser Art realisieren?

Nachdem dieses Bauvorhaben mit der Unterstützung von regionalem Handwerk und eines ebenfalls ortsansässigen Bauunternehmens unseres Erachtens sehr gut gelungen ist, kann es durchaus sein, dass wir dieses Konzept weiterverfolgen.

In Zeiten von Wohnungsknappheit und der Verantwortung, die ein regionales Institut hat, werden wir auch in Zukunft solche Gelegenheiten nutzen, wenn sie wirtschaftlich tragbar und sinnvoll sind.
  
Mathias Ostertag

Riffel Bau
Heidenheimer Volksbank eG
Heiter GmbH
Aufheimer GmbH & Co. KG
Elektro Weiler GmbH

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