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Sabine Handte-Skwara aus Heidenheim in Singapur Das Abenteuer Singapur als wirkliches Highlight

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Als sich Anfang 2020 für uns die Chance auftat, als Familie nach Singapur umzuziehen, war COVID noch nicht fester Bestandteil des weltweiten Vokabulars und die Welt erst am Rande dieser Pandemie, die uns seitdem vor immer neue Herausforderungen stellt.

Für uns war damals noch die größte Frage, wie wir Besuche von Familie und Freunden nach Singapur unterbringen. Doch dann kam alles anders. Anstatt im August 2020 kamen wir letztlich am 31.Dezember 2020 mit einem fast leeren Flieger vor Ort an. Mit unseren Mädchen (damals 1 und 4 Jahre) und fünf Koffern hinein in eine 14-tägige Quarantäne. In ein Hotelzimmer ohne Balkon und Möglichkeit, selbiges zu verlassen. Dafür mit der Auflage, dreimal täglich Fieber zu messen und per App der Gesundheitsbehörde zu melden. Alles ist letztlich glatt gelaufen, inklusive negativem PCR Test zum Abschluss, und so konnte das Abenteuer für uns auch live und in Farbe beginnen. Ganzjährig tropische +/- 30 Grad, unglaublich multikulturelle Bevölkerung, globales Finanzzentrum, pulsierende Straßen, 24/7-Shopping-Möglichkeiten, Metropole der Wolkenkratzer – und dennoch eine der grünsten Städte der Welt. Fast die Hälfte der Landesfläche des Stadtstaats besteht aus Grünfläche, weshalb Singapur auch „The Garden City“ genannt wird.

Mit über 400 öffentlichen Parkanlagen und beträchtlichen Regenwald-Flächen ist dieser Name auch mehr als verdient. Nicht selten begegnen wir frei lebenden Affen, Waranen, exotischen Vögeln oder Otterfamilien - sehr zur Freude unserer Kinder, die darüber hinaus auch den Zoo und die Nachtsafari lieben.

Das Angebot scheint unerschöpflich, auch das kulinarische. Lokale, regionale oder internationale Küche zwischen Straßenständen, Foodcourts und so genannten Hawker-Centern bis hin zu Sternerestaurants bieten alles, was das Herz begehrt. Und mehr. Wir testen uns genüsslich durch lokale Spezialitäten und passen unser Schärfe-Empfinden peu à peu den örtlichen Gegebenheiten an.

Auch der Besuch der vorgelagerten Insel Sentosa gehört für uns zu einem perfekten Wochenende dazu. Egal ob Sandburgen bauen, auf dem SUP-Board balancieren oder den Sonnenuntergang genießen: ein solcher Strandtag ist an jedem der 52 Wochenenden möglich – für uns an einem 1. Advent aber dennoch etwas surreal.

Als ganz besonders empfinden wir in diesem multiethnischen Staat, in dem Chinesen, Malaien und Inder die drei größten Bevölkerungsgruppen stellen, das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Religionen. Tempel, Moscheen und Kirchen liegen einträchtig nebeneinander und die jeweiligen heiligen Feste werden gemeinsam begangen. Die gelebte Rücksichtnahme, der gegenseitige Respekt und die Gleichberechtigung unterschiedlicher Kulturen und Ansichten sucht wahrscheinlich seinesgleichen auf der Welt. Ein schöner Ort, um diese Werte anschaulich unseren Mädchen zu vermitteln, was durch den internationalen Kindergarten mit Freunden aus der ganzen Welt weiter verstärkt wird.

Dass unsere ältere Tochter inzwischen auch ganz selbstverständlich Englisch spricht, erschwert vielleicht unsere Erziehung etwas. Englisch war bislang unsere „Ersatzsprache“, wenn die Kleinen etwas nicht verstehen sollten... Es ist aber Geschenk und Türöffner zugleich. Egal ob es „Playdates“ mit Freunden unter anderem aus Brasilien, Schweden, Hongkong, Ghana oder China sind. Oder TaekWonDo, Schwimmen (absolut notwendig hier) oder Ballett ausprobiert wird: der eigene Horizont wird spielerisch erweitert. Dass auch erste Schritte in Mandarin keine sprachliche Akrobatik darstellt, erschließt sich uns eine bislang eher unbekannte Welt und baut weitere Brücken in einer anderen Dimension. Zusätzlich erleben wir hier auch, wie Digitalisierung den Alltag erleichtern kann. Bezahlen, Parken, Einkaufen, Austausch mit Behörden, Corona-Tracking und und und – fast alles kann per App gesteuert und genutzt werden. Bequem, sicher, schnell und einfach.

Für uns ist das Abenteuer Singapur ein wirkliches Highlight und wir hoffen darauf, dass wir es in 2022 auch mit Freunden und Familie vor Ort teilen können.
  

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