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Marlene Schmid aus Heidenheim an der GOLD COA ST, Australien Dank Eingebung zur Yoga-Lehrerin

In diesem Sinne wünsche ich ¡Feliz Navidad y feliz año nuevo a todos!
In diesem Sinne wünsche ich ¡Feliz Navidad y feliz año nuevo a todos!

“If you can see it in your mind - you can hold it in your hand”: Ich weiß es heute noch, als wäre es erst gestern gewesen. Ich landete an einem 21.März in Melbourne. Mit meinem Koffer und einem Handgepäckstück unter dem Arm verließ ich den riesigen Flughafen und nahm einen tiefen Atemzug der großen Freiheit. Hier war ich also in Australien, um mir meinen Lebenstraum zu erfüllen. Den Mut und das Vertrauen mein altes Leben hinter mir zu lassen, erlangte ich durch Yoga, Meditation und mithilfe meiner Atmung. Doch was nun?

Ich hatte alles aufgegeben. Kaum Ersparnisse und meine Englischkenntnisse waren alles andere als gut. Wie sollte ich damit einen Job finden, den ich so dringend brauchte? Meine Ersparnisse würden mich genau vier Wochen über die Runden bringen.

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Doch, wo anfangen? Wo ein Zuhause finden? Das Heimweh packte mich ziemlich schnell und zerfraß mich beinahe. Ich wollte aufgeben. Die ersten Zweifel kamen auf. Ich hatte meine Familie und Freunde zurückgelassen – für ein Land, dessen Sprache ich nicht beherrschte.

Erst mal hieß es: Ruhe bewahren. Und darauf vertrauen, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte. Aufgeben kam für mich nicht in Frage, obwohl die ersten Stimmen aus Deutschland sagten: „Marlene, komm halt zurück, du musst doch niemandem etwas beweisen.“ Klar musste ich das nicht. Aber es war ein Ruf meines Herzens, der mich hierherbrachte. Anstatt wie wild darauf los zu laufen und mir irgendeinen Job zu suchen, beschloss ich, mir ein Yogastudio zu suchen und erstmal zu atmen, anzukommen, loszulassen und mir Zeit zu geben, meinen Platz in diesem neuen Land zu finden. „Take it easy and relax, mate” war schließlich das Lebensmotto, nach dem ich leben wollte.

In Deutschland, hatte ich Gesundheitsökonomie studiert und arbeitete im Gesundheitsmanagement, fünf Tage die Woche von 7 bis 17 Uhr. Für einen Freigeist wie mich ist das Horror. Bis nach Australien hatte ich es geschafft, doch wie um Himmels willen konnte ich nun mit Ende 20 endlich das finden, was mir meine Erfüllung bringt? Durch Meditation und Yoga hatte ich bereits meinen Mut gefasst und meine Bestimmung gefunden, nach Australien auszuwandern. So glaubte ich nun fest daran, dass ich auch hier in Australien mit Hilfe von Yoga und meiner Atmung meinen weiteren Lebensweg finden würde. Und genau so kam es. Ich traf auf die wundervolle Yogalehrerin Crystal, die ein supersüßes Yoga-Studio in einem Stadtteil von Melbourne besaß. Ich hatte kaum noch Geld übrig, aber mein letztes Geld setzte ich in ihre Yoga-Klassen. Ich vertraute wieder einmal darauf, dass das Universum nach mir schauen wird. „ASK – BELIEVE – RECEIVE“ war eines meiner Mantras. Und tatsächlich, eines Abends lief ich aus dem Yoga-Studio und sah meinen Weg vor meinem inneren Auge kristallklar. Ich sah nicht nur meinen Weg - nein ich fühlte ihn. Und genau das ist die Magie des Zaubers.

Sehe und fühle es, als würdest du es schon in Deinen Händen halten und als wäre es schon Deines. “If you can see it in your mind - you can hold it in your hand.” Um aber unseren Weg finden zu können, müssen wir uns erlauben, innezuhalten, still zu sitzen, die Gedanken zu sortieren und die negativen mit den positiven einzutauschen. Dies scheint besonders wichtig zu sein in der heutigen Zeit – mit all den Veränderungen, die wir derzeit in der Welt durchlaufen mit dieser Pandemie. Zurück zu meiner Eingebung. Sie lautete: „Du wirst eine erfolgreiche Yoga-Lehrerin in der Nähe von Brisbane.“ Well, leichter gesagt als getan. Denn wie bereits erwähnt: mir fehlten die Englisch-Kenntnisse, das Geld und ich hatte überhaupt keine Ahnung, wie ich von Melbourne nach Brisbane kommen sollte.

Um an mein Ziel zu kommen, musste ich also erst einmal Geld verdienen. Ich nahm einen Job im Outback an, wo ich tagsüber als Reinigungskraft in einem schäbigen Motel arbeitete und bis spät in die Nacht als Küchenhilfe funktionierte. Ein Zuhause hatte ich nicht. Ich teilte mir ein Mehrbettzimmer im Hostel, mit fünf anderen muffeligen Backpackern und musste für meinen Schlafplatz die Toiletten und Zimmer reinigen. Hier war ich also. Im Outback, in einem furchtbaren Hostel, ohne Freunde, kein schönes, kein sicheres Zuhause. Pure Einsamkeit. Und dann auch noch Kälte, in einem Land, in dem wir Deutschen einen endlosen Sommer erwarten. Dieses Outback-Dorf hatte mehr Kängurus als Einwohner. Ich musste hier also ziemlich schnell weg, was bedeutete, endlose Stunden zu schuften, um Geld zu verdienen.

Mein nächstes Ziel sollte Byron Bay sein. Ab an den Strand und hoch in den Norden, in die Wärme. Hier wollte ich meine Yoga-Ausbildung machen und mich erstmal niederlassen. Nach acht Wochen Knochenjob im Motel und Hostel hatte ich das Geld zusammen und konnte dankbar das Outback verlassen.

In Byron Bay, so glaubte und hoffte ich, würde alles einfacher werden. Hätte ich vorher gewusst, was mich dort erwartet, hätte ich wohl dankbar meine Koffer gepackt und wäre auf direktem Weg wieder ins sichere Deutschland geflogen.

Raus aus der Komfortzone und Auszuwandern bedeutet, bei null anzufangen. Byron Bay ist wohl das schönste Fleckchen Erde, dass ich je gesehen und wo ich je gelebt habe. Doch die Kehrseite ist auch, dass es dort nicht viel Arbeit gibt – und wer keine Arbeit hat, der hat auch kein Geld. Daher beschloss ich, als Minimalist und Hippie für eine Weile auf dem Zeltplatz zu leben und mich ganz meiner Yogalehrer-Ausbildung und Reiki-Heilerin zu widmen. Ich ging durch viele Täler und Ängste, um mich selbst zu heilen, um dann mein erlerntes Wissen an andere weitergeben zu können. Nach knapp zwei Jahren in Byron Bay wusste ich, dass ich bin nun endlich bereit war, weiterzuziehen, um meinen Platz zu finden, an dem ich mich als Yogalehrerin selbständig machen und mich niederlassen möchte.

Und hier bin ich nun, an der Gold Coast, in der Nähe von Brisbane – genau so, wie ich es in meiner Vision im Yogaunterricht zu Beginn meiner Reise gesehen hatte: selbstständig als Yoga-Lehrerin. Das Ziel meiner Selbstverwirklichung habe ich nun erreicht. Mein nächstes Ziel ist es nun, hier in Australien richtig anzukommen. Seit drei Jahren befinde ich mich auf einem Studentenvisum, was bedeutet, dass ich jährlich rund 10 000 australische Dollar bezahlen muss, um in diesem wunderschönen Land auch nur atmen zu dürfen. Zudem muss ich wöchentlich 15 Stunden studieren und darf nur limitiert arbeiten (max. 20 Stunden) Wahrlich ein Leben am Limit.

Viel Geld bleibt da am Ende des Tages nicht übrig. Darum lebe ich seit drei Jahren mehr oder weniger von der Hand in den Mund und arbeite, um mir mein Studium und den Aufenthalt hier finanzieren zu können. Das sind die Kehrseiten einer Auswanderung, die einem so nicht bewusst sind, wenn man es nicht selbst erlebt. Wer Sicherheit liebt, der wird sich hier umschauen. Denn Krankenversicherung oder Arbeitslosenversicherung gibt es hier für mich als Internationale nicht. Ich habe seit drei Jahren keinen Arzt mehr besucht und vertraue auf meine Intuition und höre auf meinen Körper.

Inspiration gibt’s auf Marlene’s Website www.YogabyMarlene.com bzw. in ihrem Instagram-Channel @Yogawithmarlene.
  

Weber
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