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Das Autohaus Wörle in Syrgenstein hat sich in der Pandemie wacker geschlagen. Das liegt nicht zuletzt an der Unternehmensphilosophie. Mit einer neuen Fahrzeughalle, die im Februar eröffnet wurde, sieht sich die Firma bereit für die Zukunft. 50 Jahre Auto-Service aus vertrauter Hand

Fotos: Natascha Schröm, Christopher Pilz
Fotos: Natascha Schröm, Christopher Pilz

Seit 50 Jahren gibt es das Autohaus Wörle in Syrgenstein. 2021 steht das Jubiläum an und fällt damit aufgrund der Pandemie in eine schwierige Zeit, dennoch kann sich Inhaber Marcus Wörle zuversichtlich zeigen. Das hat vor allem zwei Gründe. Erstens ist die Firma mitsamt aller Mitarbeiter ziemlich gut durch das Corona-Jahr 2020 gekommen, zweitens sieht sich Wörle bestens aufgestellt für die Zukunft. Das unter anderem mit der neuen Fahrzeughalle, die auf dem Betriebsgelände in Syrgenstein steht und erst im Februar in Betrieb genommen wurde.

Die zusätzliche Werkstätte, mit deren Bau erst im September begonnen worden war, verfügt über eine große Hebebühne für bis zu acht Tonnen schwere Fahrzeuge. „Ich würde sagen, das hat nicht jede Werkstatt hier in der Region“, so Wörle. In der neuen Halle sollen zudem auf einer weiteren Hebebühne vor allem Young- und Oldtimer repariert und restauriert werden, eine der Spezialitäten des Unternehmens, neben den Aufträgen an den E-Fahrzeugen der deutschen Post und natürlich dem großen Tagesgeschäft mit den ganz „normalen“ Verbrennern.
   

Nachhaltige Bauweise

Für den Bau der Halle wurden nur regionale Handwerker beauftragt, zudem wählte Wörle eine nachhaltige Bauweise auf Grundlage von Holzständern als tragende Elemente aus. „Die Halle macht dadurch einen viel wärmeren Eindruck und ich merke es ja jetzt selbst schon, dass es sich so viel angenehmer arbeitet, als wenn alles aus Metall wäre“, so Wörle. Das gesamte Vorhaben gelang dem Inhaber übrigens ohne einen Architekten, was einen weiteren großen Vorteil mit sich brachte: „So konnte ich alles selbst planen und auch während des Bauprozesses immer wieder eingreifen und mit den Handwerkern sprechen, um beispielsweise Änderungen vorzunehmen, die perfekt unserem tatsächlichen Arbeitsalltag gerecht werden. So steht im Ergebnis jetzt auch wirklich alles dort, wo es für uns am sinnvollsten ist.“ Den beteiligten Firmen kann Wörle ein großes Lob aussprechen. „Da hat wirklich alles reibungslos funktioniert, die Zusammenarbeit war sehr gut.“

Die Arbeit an Elektrofahrzeugen ist inzwischen ein weiteres wichtiges Standbein für das Autohaus Wörle, ein Bereich, der auf kurz oder lang wohl wachsen wird. „Die Elektro-Mobilität wird uns sicher noch viel beschäftigen in der Zukunft“, sagt Marcus Wörle, dessen Werkstatt sich schon längst mit einem Gebietsschutz die Aufträge für die E-Fahrzeuge der deutschen Post in der Region, rund 160 Autos, gesichert hat. Sowohl Technik, als auch Know-How inklusive der höchsten Schulung für Elektrofahrzeuge sind im Hause Wörle vorhanden. Dazu gehören auch zwei Ladesäulen, die komplett über die Solarzellen auf dem Hallendach betrieben werden können.


„Bei uns erfährt jeder Kunde ganz genau, was wir an seinem Auto machen, und warum.“

Marcus Wörle, Geschäftsführer des Autohaus Wörle in Syrgenstein


Feier muss klein ausfallen

Die Feier zum 50-jährigen Jubiläum muss wohl aufgrund der weiterhin zu erwartenden Corona-Maßnahmen etwas kleiner ausfallen oder gar komplett verschoben werden. „Aber das ist schon okay“, so Wörle. Schließlich habe man vor fünf Jahren bereits die 45 Jahre ausgiebig gefeiert.

Im Corona-Jahr 2020 war Marcus Wörle besonders stolz auf seine Mitarbeiter, die mit besonderem Einsatz mitgearbeitet hätten. Auch Krankheits-bedingte Ausfälle habe es keine gegeben. Mit Blick auf die Zukunft ist sich Wörle sicher, dass sein Unternehmen gut aufgestellt ist. „Wir haben immer wieder in die neueste Technik investiert, das kommt uns auch jetzt zugute“, sagt Wörle. Mit mittlerweile sieben Hebebühnen und einer Grube frage er sich jedoch auch manchmal, wie seine Mitarbeiter die Arbeit je mit weniger geschafft haben. Denn die Aufträge lassen nicht nach, auch weil sich das Unternehmen in der Region über lange Jahre einen guten Ruf bei seinen Kunden erarbeitet hat. Zu den Erfolgsgeheimnissen gehört auch eine Grundeinstellung, die Marcus Wörle mit seinem Bruder Christian teilt, der den Abschleppdienst Wörle betreibt. „Bei uns erfährt jeder Kunde ganz genau, was wir an seinem Auto machen, warum, und was es ihn kostet.“ Dabei erhalten Kunden etwa auch eine detaillierte Bild-Dokumentation ausgetauschter Teile. Hinzu kommt die jahrelange Routine der beiden Brüder.

Von Philipp Hruschka

Info
   

Marcus Wörle, der seinen Job schon seit 27 Jahren macht, hat bereits die Lehre in dem 1971 von den Eltern Jakob und Elvira Wörle gegründeten Betrieb gemacht. Nach der Weiterbildung als Servicetechniker und dem darauffolgenden Meister hat sich Wörle vor mittlerweile 12 Jahren selbstständig gemacht. Zur Erfolgsgeschichte der Wörles gehört auch der Abschleppdienst Wörle des Bruders Christian Wörle, der 2021 mit dem 20-jährigen Jubiläum ebenfalls etwas zu feiern hat. Die Zusammenarbeit der Brüder ist eng und routiniert, wodurch stets auch der Kunde profitiert.

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