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Neue Photovoltaik-Anlage fürs Metall-Ausbildungs-Zentrum 40 Jahre Metall-Ausbildungs-Zentrum

Fotos: Natasche Schröm
Fotos: Natasche Schröm

Das Metall-Ausbildungs-Zentrum der Kreishandwerkerschaft Heidenheim setzt bei der Aus- und Weiterbildung seit mehr als 40 Jahren Maßstäbe für die gesamte Region Ostwürttemberg. Das Schulungszentrum im Heckental mit seinen Unterrichtsräumen und Werkstätten wird dabei mit Unterstützung regionaler Betriebe energetisch fortlaufend saniert und beispielhaft vorangetrieben. In diesem Jahr ging die neue Photovoltaik-Anlage ans Netz.

Das Metall-Ausbildungs-Zentrum ist inzwischen mehr als 40 Jahre alt. In die Jahre kommen lassen haben es die Handwerker freilich nicht. Wenn es etwas zu erneuern galt, wurden örtliche Betriebe beauftragt. Gemeinsam treibt die Kreishandwerkerschaft zudem die energetische Sanierung der Gebäude und Hallen voran. 2012 wurde für knapp 90 000 Euro ein Blockheizkraftwerk installiert. Vor fünf Jahren wurden die Dächer gedämmt. Jede Lampe, die den Dienst versagt, wird durch LED-Technik ersetzt. Im Frühjahr dann die Fertigstellung der Photovoltaik-Anlage: 440 Quadratmeter, 260 Module, Kostenpunkt 120 000 Euro.


Von 25000 Euro auf beinahe Null


Geschäftsführer Klaus Liebhaber rechnet damit, dass die Energiekosten nun beinahe gegen Null gehen werden. Bis zur Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerkes mussten für 100 000 verbrauchte Kilowattstunden über 25 000 Euro jährlich bezahlt werden. 2019 waren es noch 14 500 Euro. Mit der neuen PV-Anlage lassen sich 10 000 Euro durch Eigenverbrauch einsparen, für etwa 3600 Euro wird überschüssige Energie ins Netz eingespeist. „Ohne gut ausgebildete Handwerker wäre die Energiewende in unserer Einrichtung nicht umzusetzen gewesen“, so Klaus Liebhaber. „Handwerk steht damit auch für Nachhaltigkeit. Wenn der Bestand optimiert werden kann, muss nicht Neues erschaffen werden.“

Egal ob man zwanzig oder achtzig ist, wer aufhört zu lernen, ist alt: Der Satz, den der amerikanische Großindustrielle Henry Ford einst geprägt hat, hat auch sieben Jahrzehnte nach dessen Ableben nicht an Gültigkeit verloren. Wer im Beruf nicht abgehängt werden will, muss technische Neuerungen Schritt für Schritt mitgehen. Das gilt auch für Handwerker. Beispiel Autowerkstatt: Über die Zeit hat sich das Berufsbild der Fachkräfte gravierend verändert. Weil immer mehr Elektronik in Fahrzeugen verbaut wird, sind neben handwerklichem Können auch IT-Kenntnisse gefragt. Kreishandwerksmeister Robert Smejkal: „Die duale Ausbildung bietet Zeit und Raum, Technik zu verstehen. Die Ergebnisse sprechen für sich: Deutschland ist weltweit bekannt für dieses System, das Verbrauchern einen gewissen Schutz bietet. Sie können sich darauf verlassen, dass qualitativ hochwertige Arbeit geleistet wird. Unser Metall-Ausbildungs-Zentrum legt dafür den Grundstein.“

Die Kreishandwerkerschaft Heidenheim vermittelt in ihrem Metall-Ausbildungs-Zentrum im Heckental nicht nur Pflicht-Anteile überbetrieblicher Ausbildung sowie praktische Fertigkeiten für angehende Feinwerkmechaniker, Metallbauer, Anlagenmechaniker und KFZ-Mechatroniker aus der gesamten Region Ostwürttemberg. Auch die Zukunft nimmt Raum ein im Unterricht. Im Rahmen des Digitalisierungs-Pakets der Bundesregierung wurden für eine Million Euro modernste Maschinen und technische Hilfsmittel gekauft. Die Lehrlinge sollen auf den aktuellsten Wissenstand gebracht werden und ihr Wissen in die Ausbildungsbetriebe hineintragen. Gleiches gilt für die berufliche Weiterbildung. Erfahrene Handwerksmeister begleiten Teilnehmer auf dem Weg zu Fortbildungsabschlüssen unterschiedlichster Art. Ein drittes Standbein ist die Umschulung und Qualifizierung von Arbeitslosen. Ob Computerschein oder Schweißkurs, auch hier ist das Bildungsangebot breit gefächert und auf die Anforderungen potentieller Arbeitsgeber abgestimmt. Im vergangenen Jahr gaben unter Leitung von Geschäftsführer Klaus Liebhaber sieben Meister und 30 freiberufliche Dozenten 134 582 Schulungsstunden, es wurden 1070 Teilnehmer gezählt. Von Manuela Wolf
   

In der Gemeinschaft geht es leichter

Eine Innung ist ein freiwilliger Zusammenschluss von ortsansässigen Betrieben. Ob Bäcker oder Bau, jede Innung im Landkreis Heidenheim ist vertreten in der Kreishandwerkerschaft Heidenheim und trägt ihren Teil zur überbetrieblichen Ausbildung bei. Weitere Schwerpunkte sind beispielsweise die Planung von Veranstaltungen, die Lobbyarbeit in Interessensverbänden und Politik sowie die Unterrichtung über technische, gesetzliche und steuerliche Neuerungen oder Förderprogramme. Hauptamtliche Mitarbeiter bilden eine Art erweitertes Sekretariat. Alle Mitglieder können hier unter anderem ihre Buchhaltung erledigen lassen.

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